{"id":2598,"date":"2022-08-22T14:38:50","date_gmt":"2022-08-22T12:38:50","guid":{"rendered":"https:\/\/flow-hagen.de\/?p=2598"},"modified":"2022-08-22T14:42:37","modified_gmt":"2022-08-22T12:42:37","slug":"yogateacher-in-the-making","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/flow-hagen.de\/2022\/08\/22\/yogateacher-in-the-making\/","title":{"rendered":"Yogateacher in the making"},"content":{"rendered":"\n<p>Julia Rau <br><br>Ich verharre im herabschauenden Hund auf meiner Matte, beuge leicht die Beine, blicke nach vorn zwischen meine H\u00e4nde und springe. Tats\u00e4chlich lande ich mit meinen F\u00fc\u00dfen zwischen meinen H\u00e4nden in der Vorbeuge und kann mir ein dickes und stolzes Grinsen nicht verkneifen. Wow, das habe ich heute zum ersten mal geschafft. Meine k\u00f6rperliche Fitness erreicht ungeahnte H\u00f6hen, viel besser ist aber noch das mentale Gef\u00fchl: mein Geist ist klar und fokussiert. Ich bin ganz im gegenw\u00e4rtigen Augenblick. H\u00e4tte mir das jemand vor 2 Jahren erz\u00e4hlt, ich h\u00e4tte es nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten. Als mein Partner und ich von unserer gro\u00dfen Reise durch Asien zur\u00fcck kamen, f\u00fchlte ich mich so verloren. Ich hatte damals keine Ahnung wie mein zuk\u00fcnftiger Weg aussehen soll und nun f\u00fchle ich mich mehr in mir selbst zu Hause als jemals zuvor. Wie bin ich hier hin gekommen?<br><br>Yogalehrerin zu werden stand nicht unbedingt auf meiner Bucket-List. Eigentlich hatte ich vor nicht allzu langer Zeit gar keine rechte Ahnung, wie meine Zukunft aussieht. Ich konnte nicht einmal erkennen, was ich wirklich gerne mache und gut kann.Was ist mein n\u00e4chster Traum, nachdem ich den der gro\u00dfen Reise verwirklichen durfte? Wie soll es weiter gehen? Was soll Inhalt meines Alltags sein? Diese Fragen qu\u00e4lten mich, doch ich wusste keine Antworten. Also begann ich die Rise Up and Shine University von Laura Malina Seiler. Dabei handelt es sich um ein Programm zur Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung und ich sah darin die Chance, mich endlich mal mit meinem tieferen Inneren auseinander zu setzen. Ich hoffte, eine richtige Verbindung zu mir, meinen Bed\u00fcrfnissen, W\u00fcnschen und Werten aufzubauen, um zu erkennen, wohin mein Weg mich nun f\u00fchren soll. Und tats\u00e4chlich: Im Laufe der Zeit wurde immer deutlicher, was ich tun m\u00f6chte.<br><br>Yoga war schon seit einiger Zeit Teil meines Lebens. Zwischendurch hatte ich es mal mit Pilates versucht, aber die Tiefgr\u00fcndigkeit des Yogaweges fand ich schon immer besonders sch\u00f6n. Ich kam zum Yoga \u2013 wie so viele Menschen \u2013 durch meine psychische Gesundheit: Schon vor ca. 7 Jahren hatte ich mir einst vorgenommen, meinen Beruf zu k\u00fcndigen und ganz alleine auf Weltreise zu gehen. Das war so lange mein gro\u00dfer Traum gewesen und endlich war es soweit. Aber als ich alle Vorkehrungen daf\u00fcr traf, meldete mir mein K\u00f6rper pl\u00f6tzlich zur\u00fcck, dass er mein Vorhaben gar nicht so leicht wegsteckte. Ich wurde unruhig und sehr angespannt, was leider einer Angstst\u00f6rung m\u00fcndete. In dem Versuch K\u00f6rper und Geist wieder in Einklang zu bringen, buchte mir voller Hoffnung eine Yoga-Probestunde. Die St\u00f6rung verschwand dadurch zwar nicht, ich bemerkte aber wie gut es mir tat. Au\u00dferdem verliebte ich mich umgehend in die Atmosph\u00e4re und die Philosophie. Zeitr\u00e4ume nur f\u00fcr mich selbst zu schaffen, etwas Gutes f\u00fcr mich zu tun und dabei auf meine Individualit\u00e4t zu achten hatte ich vorher nie priorisiert. Und so bin ich dabei geblieben, bis ich dann tats\u00e4chlich die schon genannte gro\u00dfe Asien-Reise machen durfte &#8211; auf der ich selbstverst\u00e4ndlich auch Yoga Unterricht nahm, wenn ich konnte.<br><br>Wieder in meiner alten Heimat fand ich bei einem Spaziergang flowyoga.lifestyle und wollte unbedingt ausprobieren, genau dort Yoga wieder mehr in meinen Alltag einzubauen. Ich hatte als kleines Kind in Ha\u00dfley gewohnt und wusste instinktiv, dass es dort magisch sein w\u00fcrde. Leider musste ich warten, bis die Tore wieder ge\u00f6ffnet werden konnten, w\u00fcnschte mir zum Geburtstag aber schon einmal vorsorglich einen Gutschein. Damit bewaffnet rannte ich dann zu der aller ersten Stunde, die Outdoor im Garten stattfand. Ich hatte also schon damals hohe Erwartungen \u2013 welche nicht entt\u00e4uscht wurden. Im Gegenteil: In dem zauberhaften Garten zum ersten mal nach so langer Zeit in einer Gemeinschaft Yoga zu praktizieren, z\u00fcndete einen Funken, der einen ganzen Waldbrand entfachte. Fortan besuchte ich stetig die Kurse und verliebte mich immer mehr in das Umfeld, den Vibe und die Community. Ganz zaghaft erschien der Wunsch, Yoga auch selbst unterrichten zu k\u00f6nnen. Als dann dieses geliebte Yoga Studio zum ersten Mal eine Ausbildung anbieten wollte, war f\u00fcr mich klar: das kann kein Zufall sein! Alle restlichen Zweifel r\u00e4umte eine besondere Yogastunde beiseite, die mich mit so tiefer Klarheit und Verbundenheit zu mir selbst zur\u00fcck lie\u00df, dass ich einfach nur mit kindlicher Freude dachte: Boa wie toll, das will ich auch machen! Ein Telefonat mit Claudia lie\u00df mich dann aus dem Bauch heraus entscheiden, dass ich hier und heute buchen w\u00fcrde: Sie beantwortete all meine 1000 Fragen zur Ausbildung mit so viel Lebensfreude, Hilfsbereitschaft und Zuversicht, dass ich gar nicht anders konnte.<br><br>Hier bin ich nun: mitten in der Ausbildung und freue mich endlos \u00fcber alles, was ich dabei lerne und darauf, bald selbst Yoga-Stunden anbieten zu k\u00f6nnen. Der Unterricht findet meist an einem Wochenende im Monat statt. Schon allein, sich in dieser Zeit voll und ganz darauf zu fokussieren entschleunigt ungemein. An diesen 3 Tagen praktizieren wir in unserer Gruppe bis zu 5 mal gemeinsam Yoga und ich muss sagen: die eigene Erfahrung ist besonders lehrreich. Wir sind eine sch\u00f6ne \u00fcberschaubare Gruppe, mit der ich mich gleich nach dem ersten Wochenende verbunden f\u00fchlte. Schlie\u00dflich lernen wir gemeinsam etwas Neues und m\u00fcssen dabei unsere Komfortzone verlassen. Genau das schwei\u00dft schnell zusammen. Wir lernen die Philosophie und Grundlagen, Asanas und deren k\u00f6rperlich richtige Ausrichtung sowie geistige Wirkung. Wir sprechen \u00fcber die Gestaltung von Yogastunden und setzen dies auch praktisch mit Hausaufgaben um. Wir nehmen unsere k\u00fcnftige lehrende T\u00e4tigkeit sehr ernst und versuchen so viel wie m\u00f6glich mitzunehmen. Auch Anatomie ist Teil des Ganzen\u2013 was nat\u00fcrlich die Grundlage f\u00fcr eine verantwortungsbewusste Yogaeinheit ist. Claudia ist an jedem Wochenende selbst mit dabei und \u00fcbernimmt die Organisation. Abwechselnd unterrichtet werden wir von verschiedenen Lehrern, was gro\u00dfartig ist, denn dadurch erhalten wir besonders viel unterschiedliches Wissen und Erfahrungen. Sogar ein Coaching im Bereich der Stimme ist mit dabei.<br><br>Nat\u00fcrlich ist nicht alles einfach und leicht zu lernen, manches k\u00f6rperlich oder auch geistig anstrengend und besonders \u00fcber seinen eigenen Schatten zu springen, wenn es um Ungewohntes wie beispielsweise Chanten geht, ist sicherlich f\u00fcr einige von uns eine Herausforderung. Aber genau daran wachsen wir und das macht das Ganze so wunderbar.<br><br>Manch ein Leser k\u00f6nnte auf die Idee kommen, dass meine Freude schon fast ein wenig \u00fcber-enthusiastisch klingt, aber bitte glaubt mir: Es kommt einfach direkt aus meinem Herzen. Ich habe meinen neuen Traum gefunden, daf\u00fcr einen ganz unerwarteten Weg eingeschlagen und bin unendlich dankbar. Dadurch bin ich mental weiter und k\u00f6rperlich fitter als jemals zuvor und ich sage euch: Das ist ein ganz fabelhaftes Gef\u00fchl. Probiert es aus \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Julia Rau Ich verharre im herabschauenden Hund auf meiner Matte, beuge leicht die Beine, blicke nach vorn zwischen meine H\u00e4nde und springe. 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